Standort
Augsburg, Deutschland
Projekt
Leads qualifizieren: KI nur für Firmen, die es wert sind
Feste Regeln und ein Kurzcheck sortieren Portale, tote und geparkte Websites aus, eine Websuche repariert veraltete Links. Nur Firmen, die es wert sind, kommen in die teure KI-Analyse.
Ausgangslage
Eine Leadliste aus dem CRM ist nie ganz frisch. Hinter vielen Links steht keine Firmenseite mehr, sondern ein Portal, eine geparkte Domain, eine Sperrseite oder ein Nachfolger. Liest eine KI jede Zeile komplett, verbraucht sie Tokens für genau diesen Ballast und liefert falsche Branchen zurück. Von Hand heißt das: jede Website öffnen, lesen und einordnen.
Warum ich das gebaut habe
Ich hatte die Aufgabe, eine lange Leadliste nach Branchen zu sortieren. Der naheliegende Weg, eine KI jede Website komplett lesen zu lassen, ging schief: Hinter vielen Links stand ein Portal oder eine geparkte Domain. Einmal zeigte der Link auf ein Presseportal, und die KI ordnete gründlich die Pressemitteilung einer ganz anderen Firma ein. Also habe ich ein System gebaut, das zuerst mit festen Regeln prüft, ob hinter dem Link wirklich die Firma steht. Die teure KI liest nur noch, was sich lohnt.
Lösung
Sie bekommen eine Vertriebsliste, in der jede Firma Branche, Code, Sicherheit und Begründung trägt, und die KI hat dafür nur bei Firmen gearbeitet, die es wert waren. Der Kern ist die Reihenfolge: Zuerst prüft Code ohne KI, ob der Link überhaupt zur Firma führt. Dann entscheidet ein kurzer Check auf einem kleinen Textausschnitt, ob die Seite brauchbar ist, sonst sucht eine Websuche die aktuelle Adresse. Erst danach liest die KI die vollen Seiten, und die Einordnung bekommt nur die Regeln der passenden Branchengruppen statt des ganzen Regelwerks.
So funktioniert es
Ziehen oder Pfeiltasten: Schritte verschieben
- Schritt 1: Leadliste einlesen führt zu Link prüfen, ohne ihn zu öffnen
- Schritt 2: Link prüfen, ohne ihn zu öffnen führt zu Website lesen
- Schritt 3: Website lesen führt zu Prüfen, ob sich die Analyse lohnt
- Schritt 4: Prüfen, ob sich die Analyse lohnt führt zu Fakten herausziehen (brauchbar)
- Schritt 5: Fakten herausziehen führt zu In zwei Stufen einordnen
- Schritt 6: In zwei Stufen einordnen führt zu Mit festen Regeln gegenprüfen
- Schritt 7: Mit festen Regeln gegenprüfen führt zu Vertriebsliste mit Branche
- Schritt 8: Prüfen, ob sich die Analyse lohnt führt zu Websuche (nicht brauchbar)
- Schritt 9: Websuche führt zu Fakten herausziehen (Firma gefunden)
- Schritt 10: Mit festen Regeln gegenprüfen führt zu Prüfhinweis (Zweifel)
- Schritt 11: Prüfhinweis führt zu Vertriebsliste mit Branche
Schritte als Text
Schritt 1: Leadliste einlesen
Das System liest den CRM-Export als CSV und findet Trennzeichen, Zeichensatz und die Spalten für Name, Website und Land selbst. Kundennummer, Ansprechpartner und Firmengröße laufen unverändert bis in die Ergebnisliste mit. Bricht ein Lauf ab, lassen sich beim Neustart alle schon bearbeiteten Firmen überspringen, damit keine Firma zweimal durch die KI geht.
Schritt 2: Link prüfen, ohne ihn zu öffnen
Zeigt der Link auf LinkedIn, ein Firmenverzeichnis, ein Presseportal, einen Marktplatz oder eine Suchmaschine, wird die Seite gar nicht erst geladen. Solche Adressen stehen auf einer festen Liste. Dort steht nie die Firma selbst, sondern fremder Inhalt, der die KI in die Irre führt. Diese Leads gehen direkt in die Websuche.
Schritt 3: Website lesen
Ein Browser ohne Fenster lädt die Startseite und einige wenige Unterseiten. Feste Regeln bevorzugen Über uns, Produkte und Leistungen und lassen Login, Warenkorb, Datenschutz, Impressum, Jobs, Blog und Dateien weg. Ein Textfilter behält nur Absätze über Produkte und Branche. Jede Seite und jede Firma hat ein festes Zeitlimit.
Schritt 4: Prüfen, ob sich die Analyse lohnt
Teilt der Seitentitel kein einziges Wort mit dem Firmennamen, gilt die Seite als fremd, ohne KI. Sonst liest ein kleines Modell nur einen kurzen Ausschnitt und antwortet in wenigen Worten: brauchbar, geparkt, gesperrt, Login, im Aufbau, umgezogen, Holding oder zu dünn. Bei einem Umzug wird die neue Adresse einmal gelesen. Portal-Links und Seiten mit zu wenig Text gehen zur Websuche.
Schritt 5: Websuche
Die Suche bekommt, was die Liste hergibt: Name, Stadt, Adresse, Telefon, Land und den alten Link mit dem Hinweis, dass er veraltet sein kann. Sie sucht in Verzeichnissen des Landes die aktuelle Website und Tätigkeit, auch nach Umbenennung. Quellen werden gespeichert. Findet sie nichts, bleibt der Lead ohne Code in der Liste. Die Suche läuft nur, wenn die Prüfung sie anfordert.
Schritt 6: Fakten herausziehen
Erst jetzt, mit geprüftem Inhalt von der Website oder aus der Websuche, liest die KI die vollen Seiten. Pro Seite zieht sie parallel heraus: Produkte, Tätigkeit, ob die Firma selbst herstellt oder handelt, Mitarbeiterzahl, Gründungsjahr, Land und Zertifikate. Daraus entsteht ein Firmenprofil. Übernimmt die KI Beispielwerte aus der Vorlage, verwirft der Code sie.
Schritt 7: In zwei Stufen einordnen
Stufe eins wählt die wenigen passenden Branchengruppen, bei geringer Sicherheit kommt Sonstiges dazu. Stufe zwei wählt den genauen Code und sieht nur die Definitionen dieser Gruppen. Das lange Regelwerk wird so nicht bei jeder Firma mitgeschickt, und jede Firma braucht weniger Tokens. Findet Stufe eins keine Gruppe, ordnet die KI in einem Schritt mit dem ganzen Regelwerk ein.
Schritt 8: Mit festen Regeln gegenprüfen
Danach prüft Code ohne KI: Hersteller von Küchentechnik landen bei Maschinen, nicht bei Lebensmitteln. Nennt eine Firma mehrere fremde Marken und zeigt keine eigene Fertigung, wird sie als Händler geführt. Steht ein Industriecode neben Hotel, Beratung oder Catering und fehlen Produkte, sinkt die Sicherheit und die Zeile bekommt einen Prüfhinweis.
Schritt 9: Vertriebsliste mit Branche
Jede Firma wird sofort nach der Bearbeitung gespeichert, ein Absturz kostet also keine fertigen Ergebnisse. In regelmäßigen Abständen entsteht eine Excel-Zwischendatei. Am Ende stehen Branche, Code, Sicherheit, Begründung und Produkte neben den CRM-Daten, dazu ein Protokoll des Laufs: KI-Aufrufe, verbrauchte Tokens und Websuchen.
Werkzeuge
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